Virtual Power leicht gemacht mit der HUAWEI WATCH GT 6 Pro
Verfasst von Andreas Seewald
Virtual Power leicht gemacht mit der HUAWEI WATCH GT 6 Pro
Verfasst von Andreas Seewald
Virtual Power leicht gemacht mit der HUAWEI WATCH GT 6 Pro
Als Profi im Marathon-MTB und Gravel habe ich gelernt: Leistung entsteht nicht nur durch hartes Training, sondern durch das richtige Timing. Leistung ist mehr als Intensität. Sie entsteht aus der Abstimmung von Reiz und Regeneration. In den vergangenen Jahren haben mir diese Prinzipien zu Erfolgen auf nationaler und internationaler Bühne verholfen. Grundlage ist eine konsequente Datenerfassung und Analyse, damit Belastung, Erholung und Fortschritt messbar bleiben.
Inhaltsangabe
01. Wie ich trainiere und warum Daten wichtig sind
02. FTP: gemessene Leistung vs. virtuelle Leistung
03. Mein Trainingsalltag mit der HUAWEI WATCH GT 6 Pro
04. Ein echter Trainingstag mit der HUAWEI WATCH GT 6 Pro
05. Abschließende Gedanken
Wie ich trainiere und warum Daten wichtig sind
Ich arbeite eng mit meinem Trainer zusammen, der meinen Trainingsplan bis ins kleinste Detail
ausarbeitet. Jede Trainingseinheit hat einen Zweck, manchmal geht es um Kraft und die eigenen
Grenzen, an anderen Tagen um Erholung oder Ausdauer. Ich nutze Daten, um mein Training ehrlich und
ausgewogen zu gestalten: Herzfrequenz, HRV, Trainings-belastung und Leistung geben mir
ein klares
Bild davon, wie hart ich trainieren und wann ich zurückstecken muss. Es geht nicht darum, Zahlen zu
jagen, sondern darum, sie zu nutzen und dafür sind Leistungsmesser der Maßstab, denn 250 Watt sind
250 Watt, egal ob bei Wind, Regen oder Hitze.
In den letzten Wochen habe ich zu Hause auf meinen gewohnten Trails trainiert und die HUAWEI
WATCH GT 6 Pro und ihre Virtual Power-Funktion getestet. Und ehrlich gesagt waren die
Ergebnisse viel besser als ich erwartet hatte.
FTP: gemessene Leistung vs. virtuelle Leistung
Für alle, die strukturiert trainieren, ist die FTP (Functional Threshold Power) entscheidend. Dabei
handelt es sich im Grunde um die höchste Durchschnittsleistung, die man eine Stunde lang
aufrechterhalten kann. Meine eigene FTP liegt bei etwa 400 Watt und ist die Grundlage für fast
alles, was ich tue, von Basistrainings über Intervalltrainings bis hin zu Rennen. Um die Leistung
genau zu berechnen, benötigt man einen speziellen Leistungsmesser, der entweder in die Pedale oder
in die Kurbel eingebaut ist. Ich habe meinen über Bluetooth® mit der HUAWEI
WATCH GT 6 Pro verbunden und nach ein paar Fahrten hatte ich die ersten zuverlässigen
FTP-Werte.
Für Fahrer ohne teuren Powermeter schätzt die HUAWEI
WATCH GT 6 Pro die virtuelle Leistung mit einem speziellen Algorithmus. Er kombiniert
Geschwindigkeit, Steigung und GPS Daten. HUAWEIs virtuelle Leistung gibt ein stimmiges Bild der
Anstrengung. Es erzeugt keinen FTP Wert, sondern zeigt eine in Echtzeit geschätzte Leistung sowie
den Fahrtdurchschnitt. In meinem Vergleich über mehrere Fahrten lagen die Werte im Mittel
überraschend nah am Powermeter. Fürs tägliche Training reicht die Genauigkeit vollkommen. Wichtig
sind stabile Bedingungen. Auf einer ruhigen, gleichmäßigen Steigung funktioniert die Schätzung sehr
gut. Starker Wind oder schnelle Steigungswechsel können die Werte verfälschen. Für strukturiertes
Training ist es trotzdem ein starkes Werkzeug.
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Die Uhr lernt dein Leistungsprofil mit. Koppelst du einen Leistungsmesser, wird die FTP Schätzung Schritt für Schritt präziser. Sie ersetzt keinen echten Leistungsmesser. Als smarte, bezahlbare und praktische Alternative liefert sie dir aber ein deutlich klareres Bild deiner Anstrengung als die Herzfrequenz allein und Einblicke, die viele Smartwatches nicht bieten.
„Bei meinen Anstiegen zu Hause, die ich für Leistungstests nutze, lag die virtuelle Leistung der HUAWEI WATCH GT 6 Pro sehr nahe an meiner tatsächlichen Leistungsmessung. Das ist eine beeindruckende Genauigkeit für eine Smartwatch.“
Mein Trainingsalltag mit der HUAWEI WATCH GT 6 Pro
Was mir an der HUAWEI
WATCH GT 6 Pro am besten gefällt, ist, wie gut sie sich in meine Trainingsroutine einfügt.
Ich habe sie immer dabei und die automatische Start- und Stoppfunktion ist super komfortabel. Sogar
die Art des Trainings wird automatisch erkannt, ob ich durch die Berge laufe oder fahre.
Bei zwei alpinen Trainingsfahrten (links: 110 km Fahrt mit Leistungsmesser / rechts:
80 km Fahrt mit virtueller Leistung) zeigt sich ein klares Muster. Die Streuung der Werte (min/max)
ist bei der virtuellen Leistung deutlich größer, da Faktoren wie Wind, Straßenbelag und Steigung die
Schätzung verfälschen können. Wenn man jedoch den Bereich von 150 bis 300 W heranzoomt, stimmen
beide Datensätze überraschend gut überein.
Sie erfasst die Daten, die mir wichtig sind: Herzfrequenz, Belastung, Erholung und jetzt auch
virtuelle Leistung, und macht sie im Nachhinein leicht verständlich. In der HUAWEI Health App wird
jede Fahrt mit Entfernung, Dauer, Karte und wichtigen Durchschnittswerten angezeigt. Die
Registerkarte „Erholung” gibt Empfehlungen zur Dauer der Erholungspause.
Mein Trainer und ich nutzen die Uhr, um Erholungstage und lange Ausdauereinheiten zu prüfen. Sie ist
die perfekte Ergänzung, wenn kein Radcomputer oder keine Leistungsmesspedale montiert sind und ich
trotzdem verlässliche Leistungsdaten brauche. Die Uhr zeigt mir automatisch Herzfrequenzzonen,
Erholungsempfehlungen und die Intensitätsbalance. Dieses Feedback ist selbst für erfahrene Fahrer
wertvoll und für Hobbyfahrer Gold wert. Es fühlt sich an wie ein kleines Trainingslabor am
Handgelenk.
HUAWEI teilt die Trainingsintensität in fünf Herzfrequenzzonen ein. Das sind die
Standardeinstellungen in der HUAWEI Health App und sie lassen sich an deine Fitness und Ziele
anpassen. Grundlage ist die maximale Herzfrequenz (HRmax). Für möglichst präzises Feedback kannst du
deine HRmax hinterlegen oder in den erweiterten Trainingseinstellungen die HRR- oder LTHR-Methode
wählen.
Gut zu wissen
Jede Trainingszone zielt auf einen anderen Trainingseffekt ab und hilft, die Intensität
zu kontrollieren und jedes Training effektiver zu gestalten.
Aufwärmen (50–60 %): Leichte Aktivität, die den Körper auf das Training vorbereitet und
die Durchblutung fördert.
Fettverbrennung (60–70 %): Moderates Ausdauertraining, bei dem Fett die
Hauptenergiequelle ist, ideal zur Steigerung der Ausdauer.
Aerob (70–80 %): Verbessert die kardiovaskuläre Fitness und Ausdauer; nachhaltig für
längere Trainingseinheiten.
Anaerob (80–90 %): Höhere Intensität, die Geschwindigkeit und Kraft steigert; Glykogen
wird zum Hauptbrennstoff.
Extrem (90–100 %): Maximale Anstrengung für kurze Zeit, wird für Intervall- oder
Sprinttraining verwendet.
„Die HUAWEI WATCH GT 6 Pro macht strukturiertes, datenbasiertes Training für jedermann zugänglich. Sie ist einfach, zuverlässig und ein großartiges Werkzeug, um deine Leistung wirklich zu verstehen.“
Ein echter Trainingstag mit der HUAWEI WATCH GT 6 Pro
Hier eine Beispiel Tour der letzten Woche: eine 81 km-Tour mit 1200 Höhenmetern, Dauer 2 Stunden und
46 Minuten.
Auf hügeligem Terrain hat die Virtuelle Leistung meine Anstrengung gut getroffen. Die Genauigkeit
variierte je nach Steigung, Untergrund und Fahrstil leicht. Auf glattem Asphalt mit gleichmäßiger
Trittfrequenz passten die Werte sehr gut zu meinem Gefühl und zu den Messungen des Powermeters. Auf
rauerem Belag oder mit leichtem Rückenwind und im Windschatten gab es kleinere Abweichungen.
Verständlich, denn der Algorithmus nutzt Tempo, Steigung und GPS und diese Signale schwanken. Ich
hatte aber auch das Gefühl, dass die Werte immer präziser wurden, je länger ich die Uhr trug.
Im Segmentvergleich sah ich schnell, wo ich effizient unterwegs war und wo Energie verpuffte. Auf
festem Untergrund hielt ich bei niedrigerer Herzfrequenz die Geschwindigkeit besser. Auf losem
Schotter oder bei Böen stieg der Aufwand für das gleiche Tempo.
Die Einheit spricht für sich mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 29,3 km/h und einem
Durchschnittspuls von 135 Schläge pro Minute (183bpm max.). Die durchschnittliche Virtuelle Leistung
war über knapp 3 Stunden bei 157 Watt mit Spitzen bis 1046 Watt auf den kurzen Anstiegen. Sitzende
Anstiege mit gleichmäßigem Tritt ergaben stabile Kurven. Kurze Stehphasen ließen die
Leistungsspitzen deutlich anziehen. Stopps und Ausrollen wurden sauber herausgefiltert und die
Durchschnittswerte blieben stimmig.
Was auch schnell klar wurde, für striktes Intervalltraining, bei dem ich hoch präzise Messungen benötige, ist eine virtuelle „Schätzung“ wahrscheinlich nicht das richtige Werkzeug, aber für längere Fahrten oder regelmäßige Trainingstage ist es mehr als ausreichend. Insgesamt gab mir die virtuelle Leistung ein klares Bild davon, wo das Fahrrad bei der Anstrengung schnell war und wo nicht, was bei der Planung zukünftiger Trainingseinheiten mit realen Leistungsdaten nützlich ist.
Abschließende Gedanken
Für mich ist die HUAWEI
WATCH GT 6 Pro ein großartiger Trainingsbegleiter. Während meiner Testfahrt meisterte sie
alles, von glattem Asphalt bis hin zu raueren Anstiegen, ohne Probleme und lieferte mir darauf
basierend klare Daten zur Auswertung. Ich werde meinen Leistungsmesser für Rennen oder strukturierte
Intervalle weiterhin verwenden, aber für die vielen tägliche Trainingseinheiten, Basistrainings oder
Reisen deckt diese Uhr alles ab, was ich brauche.
Für alle, die kein Vermögen für Fahrradtechnik ausgeben möchten, aber dennoch authentische
Leistungsdaten wünschen, ist die HUAWEI WATCH GT 6 Pro die perfekte Balance zwischen Genauigkeit,
Einfachheit und Zugänglichkeit. Konsequentes Training auf gewohnten Strecken macht mit Virtual Power
sichtbar, wie leistungsfähig der eigene Körper ist. Darin liegt der Kern intelligenten Trainings.
Der Autor dieses Artikels ist Andreas Seewald. Die geäußerten Ansichten sind seine eigenen.
Die Informationen dienen nur als allgemeine Informationen und sind nicht als Ratschlag in Bezug auf eine
individuelle Situation zu verstehen und können nicht als solcher herangezogen werden. Bei der Diagnose
einer Erkrankung oder der Festlegung der besten Vorgehensweise bei gesundheitlichen Problemen sollte ein
Arzt konsultiert werden.
Benutzer sollten auf sichere und angemessene Weise trainieren, die ihren eigenen Trainingsfähigkeiten
und -grenzen entspricht.
Die Funktionen zur Messung der Herzfrequenz und Herzfrequenzvariabilität sind keine medizinischen
Geräte. Daher dienen die Überwachungsdaten und -ergebnisse nur als Referenz und sollten nicht als
Grundlage für medizinische Diagnosen oder Behandlungen verwendet werden.
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